Eine gute Kommunikation

Der WeserCup hat zutage gefördert, was ich geahnt, aber nicht so richtig wahrhaben wollte. Lily hat nicht mehr den guten Draht zu mir, auf den ich im  Frühjahr 2012 noch sehr stolz war. Wir haben nicht mehr so recht im Team gearbeitet, Lily hat in den schwierigen Aufgaben glatt auf meine Unterstützung verzichtet und wir bekamen dafür jeweils einen Nuller. Das die anderen drei Aufgaben auf hohem Niveau bewältigt wurden, tröstet mich kaum. So kam vorgestern ein Trainingstag mit Oliver Kiraly gerade Recht. Hier konnte ich die Probleme aufarbeiten. Oliver hat mit seiner ruhigen Art ein tolles Talent die Probleme unmissvertändlich anzusprechen, dann Lösungswege aufzuzeigen.

Ein guter Hund soll selbständig arbeiten, aber er soll in dem Rahmen bleiben, den der Hundeführer vorgibt. Es soll nicht irgendein Stück (Dummy) gefunden werden, sondern genau der Dummy, auf den es bei der gestellten Aufgabe ankommt. Dazu ist ein schnelles unmittelbares Reagieren auf den Stopppfiff erste Voraussetzung. Dann die eindeutigen Zeichen beim Einweisen in die Richtung des Dummys. Für beides habe ich hervorragende Trainingstipps als Hausaufgaben mitbekommen, die ich bereits gestern benutzt habe. Es stellte ich schnell heraus, dass Lily das Training ebenso gefiel wir mir. Für uns beide ein großes “Aha”-Erlebnis. Lily war mit viel mehr Freude bei der Sache und brachte mich zu der Gewissheit, dass wir zwar nun einmal richtig auf die Nase gefallen sind, aber das uns das so schnell nicht wieder passieren wird, wenn wir auf dem richtigen Weg zusammen weiter trainieren.

Einen Tag nach dem WeserCup wurde Lily läufig. Nun können wir am NordCup nicht starten, aber das hätte ich sowieso abgesagt. Erst einmal ist nun Kommunikationstraining angesagt. Dann klappt es auch mit einem Workingtest in der Fortgeschrittenenklasse.