• Membrana pupillaris persistens (MPP)

    Bei dieser Erkrankung handelt es sich um Überreste des embryonalen Gefäßnetzes, das den vorderen Bereich der sich entwickelnden Linse versorgt und sich anschließend nicht wie üblich in den ersten vier bis fünf Lebenswochen zurückgebildet hat. Die MPP entspringt immer an der Iris-Colorette und man differenziert dann je nach Ansatz die unterschiedlichen Formen:
    1. Iris-Iris
    2. Iris-Vorderkapsel der Linse
    3. Iris-Hornhautendothel.

    In den meisten Fällen sind die MPP sehr klein und verursachen keinerlei Visus-Beeinträchtigung. Je nach Ansatz der MPP kann aber auch eine Einschränkung der Sehfähigkeit (zB wenn mehrere MPP an der Hornhaut ansetzen und dort eine Hornhauttrübung verursachen) auftreten. Bei MPP Iris-Linse kann die Entwicklung einer sekundären Katarakt sogar zur Blindheit des betreffenden Auges führen.